Kieferorthopädische Behandlungen

Ziel der Kieferorthopädie ist neben einem Optimum an Ästhetik immer das regelrecht funktionierende Gebiss, das bei richtig durchgeführter Pflege auch lange gesund bleibt. Zahnfehlstellungen sind vor allem im Frontbereich häufig von einer fehlerhaften Zungenlage, von falschen Schluckmustern sowie einer unkorrekten Aussprache gekennzeichnet. Fehlerhafte Zahnkontakte beeinträchtigen die Kaufunktion und damit die gesamte Verdauungsfunktion.

Diese Zahn- und Kieferanomalien können erblich bedingt sein. Häufiger sind sie aber auf Angewohnheiten wie Daumenlutschen, Beißen oder Saugen an den Lippen zurück zuführen. Fehlfunktionen der Zunge oder auch falsche Schluckgewohnheiten führen unbehandelt ebenfalls zu Zahnfehlstellungen.

Kinderbehandlung

Die kieferorthopädische Behandlung beginnt bei Kindern in der Regel während des Zahnwechsels und vor Abschluss des Kieferknochen-Wachstums mit ca. neun Jahren. Frühzeitig erkannten Fehlstellungen kann jedoch häufig mit einfachen Maßnahmen wie Mundvorhofplatten oder herausnehmbaren Zahnschienen entgegen gewirkt werden.

Um den Umfang der erforderlichen Behandlungsmaßnahmen zu bestimmen, müssen zunächst unterschiedliche Befunde zur Funktion von Lippen, Zunge und Zahnreihen erhoben werden. Zu den Diagnosemethoden zählt die Kiefermodellanalyse um das genaue Ausmaß der Fehlstellungen zu erheben.
Die Chirurgische Therapie kommt bei erforderlichen Zahnfreilegungen und Zahntransplantationen zur Anwendung.

Behandlung von Erwachsenen

Eine kieferorthopädische Behandlung ist in jedem Lebensjahr möglich, wenn die Zähne kariesfrei sind und der Zahnhalteapparat erntzündungsfrei ist. Ein weiterer Aspekt für eine kieferorthopädische Behandlung im Erwachsenenalter ist die Behandlung von Kiefergelenkbeschwerden. Diese reichen von der verspannten Kaumuskulatur bis hin zu extremen Schmerzen im Bereich der gesamten Wirbelsäule.

Je nach Art der Fehlstellung erfolgt eine kieferorthopädische Behandlung mit herausnehmbaren oder mit festsitzenden Apparaturen. Aufbissschienen können hinsichtlich einer später anstehenden prothetischen Versorgung gute Vorarbeit leisten. Die neue Zahnstellung wird mit Retentionsgeräten stabilisiert. Der Retainer ist herausnehmbar und wird meist nachts getragen, bis die Zähne nicht mehr zurück in ihre Fehlstellung wandern.